Pimps Geschichten

Hallo Freunde des ökologisch sinnvollen Reisens!

Qbus hat endlich seine BahnCard 25 Aboverlängerung bekommen!

Eine Verlängerung wollte er gar nicht ungefragt haben, aber wie wir Informationskrieger alle wissen, muss man dazu seine BahnCard drei Monate vor Ablauf kündigen. Das schaffen nur die Leute, die ihren Terminplaner mit Hinweisen vollstopfen wie „BahnCard rechzeitig kündigen“, „mit dem DSL-Provider rechtzeitig neue Tarife aushandeln“, „Fehlabbuchungen der VISA Card rechtzeitig monieren“, „die überhöhten Haftpflichtbeiträge rechtzeitig mit der Konkurrenz vergleichen“ und so weiter und so weiter…

Qbus ist nicht so ordentlich. Die neue BahnCard kommt automatisch. Na ja, ist doch auch gut so, denn wer ein ökologisch gutes Gewissen haben will, nimmt, so oft er kann, die Bahn.

Die Card kam aber nicht automatisch. Eigentlich sollte sie schon vor drei Monaten kommen, doch durch einen Fehler im System zog sich das von Februar bis Mai. Briefwechsel, 0180er Nummern, Faxe, e-mails, es könnte so einfach sein, aber endlich kommt die heissersehnte Karte mit Monaten Verspätung. Ein kleiner Hinweis an die Bahn, dass man von den 12 Monaten nur noch neun gültige hat, wird einfach ignoriert. Also zahlt Qbus den Preis der Bahncard, zahlt für vier Reisen in der Zwischenzeit 25 Prozent mehr als er eigentlich müsste, bekommt dann ein Entschuldigungsschreiben der Bahn mit einem 20 Euro Gutschein, einzulösen beim Reisebüro der Bahn.

Dort rastet er zum ersten mal aus, denn der notorische Internet-Bucher zahlt für „persönliche Beratung“ mal locker einen Aufpreis. Dafür berät er mit seinen Internet Informationen den Berater, der die Option „nur Nahverkehrzüge benutzen“ nur vom Hörensagen kennt. Sicher tut Qbus dem Mann da ein wenig Unrecht, aber es nervt so, wenn man alle Angaben nochmal mit seinem Netbook überprüfen muss, wenn man die vor zwei Wochen gebuchte, zuggebundene Fahrkarte nicht mehr benutzen kann, weil sich halt der Fahrplan geändert hat und man sich auf einem idyllischen Bahnhof im Harz die Füße in den Bauch steht und man dann in Berlin hört: „Ja, die ausgedruckte Zugverbindung gibt’s nicht mehr, da tut uns aber leid.“

Ungefähr kostet ihn das alles so viel wie ein Packen Bahncards für die ganze Familie, die er am Bahnhof sofort bekommen hätte. Dann allerdings hätte er die Bahncard nach Erhalt sofort wegschmeißen müssen und einen Kündigungsbrief schreiben für die alte Card und die neuen Cards, natürlich getrennt, denn sonst wäre da noch wasdurcheinander gekommen bei denen vom „Service“. Aber soviel ökologische Verschwendung wollte Qbus doch nicht verursachen.

Er ist gespannt, ob es dann nächstes Jahr pünktlich mit dem Abo klappt, ob es da noch den Euro gibt, oder die Bahn oder Personenzüge….

Liebe Grüße

BVG

Vandalistischen BVG-Bus aus dem Verkehr gezogen (Annette Blum) Berlin, Wannsee, März ’10: Die Polizei bemerkt bei einem BVG-Bus Ölverlust und stoppt am S-Bahnhof Wannsee das Fahrzeug. Eine detailierte Überprüfung deckt neben starkem Ölaustritt im Motorraum einen ausgeschlagenen Stoßdämpfer, eine undichte Auspuffanlage, lose Kühlwasserrohre, Schäden an der Lenkhilfe und diverse Beleuchtungsmängel auf. Der 142er bekommt Ärger, das ist gewiss. Sein Schicksal: Werkstatt mit allen Konsequenzen! Mutter BVG muss diese tragen, Eltern haften für ihre Kinder. Falsch erzogen? Sollte Mama BVG sich nicht mal das Beispiel der Ahnen ins Gedächtnis rufen und die klassische und ausgesprochen defensive gewaltfreie, umweltfreundlichere, geräuschärmere Variante reanimieren und ihrer Brut endlich ein Fundament für intelligente Entwicklung bieten?


Rentenglück – jetzt kapier‘ ich das: (Annette Blum)Also ich bin im geburtenstarken Jahr 1959 geboren und kann von mehrfachem Glück sprechen, denn die Existenz der Pille

Rentenglück Bild: © Annette Blum

hatte sich noch nicht in unserem Ort herumgesprochen und es war Karneval. Darauf folgte eine wahre Glückssträhne, weil Formaldehyd, Asbest, PCB, DDT und und und versuchten, mich und meinesgleichen zu dezimieren, der Vietnamkrieg wurde vorbereitet – ich will es gar nicht alles aufzählen, ganz furchtbare Dinge, denen wir widerstanden! Jetzt sitze ich hier und habe nach der errechneten gestiegenen Lebenserwartung, sofern das mit dem Glück so weiter geht, noch vierzig Jahre vor mir, zusammen mit den anderen Leuten in meinem Alter. Keine Ahnung, wieviele es gerade genau betrifft (Statistiker auf den Plan!). Ich habe dann Ende der 80er mal meine Kinder durchgezählt, die Kinder von anderen Leuten hinzuaddiert und kam auf einen Querschnitt von zwölf Omas auf einen Rentenversicherungszahler bereits im Jahre 2035. Kein Wunder, dass Rentenversicherungsanstalten herumzukauzen anfingen. Doch prompt begann die nächste Glückssträhne. Ich ahnte damals, es war irgendwas mit 2005, -6 oder -7, alles Mögliche, nur nicht, dass es eine sein könnte Ick jeh jemütlich shoppen un will mir ma nneuet Shirt zuleen, traber so im H&M rum und denk: isn dette, wat soll ickn mim weiten Schlabbershirt, hellblau mit rosa Blümkes und Rüschen unterm Busen, bin ick hier inne Schwangerschaftsecke jelandet? Was mich wirklich bestürzte: es gab definitiv kein figurbetontes T-Shirt für mich. Bin ich heim, habe meine ollen Teile repariert und prophezeite H&M eine schwere Pleite mit dem Setting dieses Trends. Damit lag ich falsch! Ein paar Tage später sehe ich sämtliche unserer berlinisch langbeinigen Schönheiten mit eben diesen Hemdchen den Qdamm hinauf und hinabstaksen, mit vor Stolz schwellender Plautze. Jetzt könnte es ja doch so gerade noch hinhauen mit den Renten! Ob sich da nicht die Ursula, die v.d.Leyen, zusammen mit H&M diesen schlauen Plan ausgedacht hatte? Danke euch, Ursula, Hennes, Mauritz, schnieff, ihr habt euch euren Reibach diesmal ehrlich verdient! (p.s.: alleine geblümte Hemdchen sind es natürlich nicht, die die Plautzen glücklich machen, ist schon klar…!)


Alles Latte – oder was?© Sigrid Maa? Nachhaltigkeit und Kreativität der besonderen Art. Draußen pfeift eisiger Wind und Schneeverwehungen türmen sich schon vor der Haustür auf… ich aber sitze gemütlich in meinem warmen Latte. Bild: © Sigrid  Maa?Wohnzimmer bei einem heißen Glas Latte Macchiato. Sie trinken auch gerne einen leckeren Latte Macchiato oder eine Tasse schmackhaften Espresso? Am besten ganz professionell gebrüht mit dem passenden praktischen und auch noch formschönen und dekorativen Gerät… . Kaffee aufbrühen war gestern… heute genieße ich den Komfort meines neuen Gerätes in formschönem Design und unterstütze dabei Nachhaltigkeit und Kreativität der besonderen Art, den Erhalt von Arbeitsplätzen und eine besonders kreative Firmenphilosophie mit hohem Wertschöpfungspotenzial. Wie das, fragen Sie sich? Beispiel Nachhaltigkeit: eine wünschenswerte Eigenschaft – oder nicht? Habe ich gestern noch nur ein Paket Kaffee gekauft– nur eine Verpackung für 500g Kaffeepulver für fünf Euro, für viele Tassen Kaffee – so kaufe ich heute 16 Einzelportionspäckchen (jeweils 8 Milchmix- und 8 Espressoportionspäckchen) für ganze 8 Gläser Latte Macchiato für ebenfalls fünf Euro. Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat fragen Sie sich? Ist doch klar: 1 Außenverpackung aus Aluminiumfolie, darin sicher verpackt… 1 Kartonverpackung, in der… 8 Plastikeinzelportionspäckchen Espresso enthalten sind sowie… 2 weitere Kartonverpackungen, in denen je… 4 Plastikeinzelportionspäckchen Milchmix enthalten sind. Das sind insgesamt 20 (ZWANZIG!) Verpackungen für 8 (acht!) Gläser Latte Macchiato. Das ist Nachhaltigkeit! …hier wird echt nachhaltig viel, viel Müll produziert. Was sind schon 8 Gläser/Tassen Latte Macchiato für einen Genießer? Trinken Sie nur ein Glas Latte Macchiato pro Tag? Oder nur einen Espresso? Und was hat das nun mit der Erhaltung von Arbeitsplätzen zu tun? Die Verpackungen werden doch maschinell hergestellt. Ja… aber der Müll, der wird immer noch von Müllmännern in Müllautos abgeholt… und je mehr Müll wir produzieren – desto nachhaltiger unterstützen wir den Erhalt dieser Arbeitsplätze. Und was hat das mit der kreativen Firmenphilosophie und der Wertschöpfung zu tun? Die Firma hat eine in mehrfacher Hinsicht besondere Kreativität bewiesen: Das formschöne Gerät nimmt nicht jeden banalen Kaffeepad von irgendeiner Firma XY an, das kann schließlich jeder. Es muss schon etwas Besonderes sein, nur von einigen wenigen ausgewählten Partnerfirmen, mit einem kunstvollen Strichcode jeweils auf den Plastikeinzelportionspäckchen, den das Gerät gekonnt ausliest – sonst geht nichts: kein Latte Macchiato und auch kein kleiner, aber feiner Espresso. Es war eben schon immer etwas teurer, wenn man(n) etwas Besonderes wollte. Damit sind wir auch schon beim Thema Wertschöpfung: Rund fünf Euro für 8 Tassen Latte Machiato oder 16 Tassen Espresso, das macht doch nicht die Bohne – gegenüber fünf Euro für 500g Kaffee für viele Tassen Kaffee, den Sie in einem Zug brühen. Kompatibilität war gestern. Heute wird für jedes Getränk eine eigene Maschine, mit speziellen Getränkemittelportionsdosen und möglichst eigens dafür geeigneten Trinkgefäßen entworfen, produziert und an die Frau und den Mann gebracht. Und was ist nun mit meiner Wertschöpfung? Wer hat denn von Ihrer Wertschöpfung gesprochen? Sie schöpfen und genießen den Wert des Besonderen: – besonders viel Müll – besonders umweltschädlich – besonders viel Zusatzkosten – besonders teuer – besonders abgezockt Und die Umwelt??? Ja Sie sind gut, die ist doch wohl latte – oder was?



Wildschwein. Bild: © Annette Blum

Waidmannslust (Annette Blum)– Damit Schulkinder auf dem Weg zur Schule oder wohin Schulkinder sonst gerne gehen möchten, nicht von Wildschweinen überrrannt oder angerempelt werden, soll die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung angehalten sein, Ampeln in besonderer Form umzurüsten, damit Wildschweine, wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch, an Ampeln haltmachen. Da man nicht davon ausgehen kann, dass Wildschweine auf wechselnde Farben menschlich reagieren, so wird vorausgesetzt, dass sie sich entsprechend durch Kratzvorrichtungen an Ampelmasten ablenken lassen werden, was die Schulkinder gleichzeitig zu erhöhter Aufmerksamkeit im Straßenverkehr ambitionieren dürfte. Sie sollten sich dort lediglich nicht von Wildschweinen ablenken lassen.


 


Daten in den Schredder – Artikel 10 Abs. 1 des Grundgesetzes hat uns einen großen Gefallen getan,  Datenschredder Bild: (c) Annette BlumHA(Annette Blum) „Der Gesetzgeber ist nicht in der Lage, die Verantwortung für die Begrenzung und Verwendungszweck e der Speicherung unserer Daten zu tragen…“ Vielleicht würde er sonst zusammenbrechen weil es einfach zu viele sind? Endlich ist dieses Mistgefühl gerichtlich umgetauft: Es heißt jetzt nicht mehr „Paranoia“, sondern „ein diffus bedrohliches Gefühl des Beobachtetseins, das eine unbefangene Wahrnehmung der Grundrechte in vielen Bereichen beeinträchtigen kann“ und wir können wieder mehr darauf aufpassen, wann wir wirklich verrückt werden. Vorerst gibt es jedenfalls einen Grund zum Abfeiern: Yeeeah! Supi! Einfach mal voll guuut, JA! Aber: Die Abfrage von IP-Adressen seitens der Behörden geht immer noch ohne Richtervorbehalt. Und: Wenn Leib, Leben, der Bestand des Bundes oder eines Bundeslandes bedroht sind dürfen Nachrichtendienste zugreifen. Und: Wer sich aus der Masse als Indiviuum etabliert, und in eine „im Einzelfall besonders gewichtige“ vom Gesetzgeber „ausdrücklich zu benennende“ Ordnungswidrigkeit verwickelt, der hat – äh… nicht aufgepasst? Fazit: Keine Panik!




Kurzmitteilung:(Annette Blum)Flüchtlingen menschlichere „Gastgeber“ sein? Was 2008 los war … Es flohen – auf dem Landweg 23,4 Mio, auf dem Luftweg 27,7 Mio und auf dem Seeweg 5,8 Mio Menschen nach Europa. Die EU – gründete zur Koordination eine Grenzschutzagentur namens Frontex (*2005) und stellte einen Pool bereit mit 220 Mitarbeitern, 91 Schiffen, 20 Hubschraubern und 18 Flugzeugen. Tatsächlich praktizierte Solidarität – 12 Schiffe, 5 Hubschrauber und 8 Flugzeuge kamen zum Einsatz.... die Genfer Menschrechts-Konvention, und was jetzt geplant ist – Innenkomissarin Cecilia Malmström plant: Richtlinien für Mitgliedstaaten, eigenen Ausrüstungspool für Frontex, Beachtung der Genfer Menschenrechts-Konventionen bei Abschiebungen, wenn die Flüchtlinge keine Kriminellen oder Illegale sind (Gespräche mit Türkei und Lybien stehen noch aus, werden aber gegebenfalls statttfinden, sobald sich Gaddafi und die Schweiz aufhören diplomatisch zu streiten). Toll!!!


Überwachungsstaat Foto: (c) Annette BlumWörtliches: (Annette Blum)Disziplinarrechtlich aufgefallen? Kein Problem! Zurück in Afghanistans „Bürgerkrieg“ spielt das Image der ausländischen (deutschen, amerikanischen…) Polizeiausbilder keine Rolle. Also ran an den Speck, Ihr Lumpen!



Google-Satire Collage: (c) Annette BlumGoogle tötet dich! (von MartyQbus) Ich bin ein Opfer des Informationszeitalters. Man hat mir immer gesagt, wenn du an Information kommst, dann sauge sie auf, nimm alles, was du kriegen kannst, wer weiß, wann du es wieder brauchst!  Die Ausbildung zum Journalisten hätte ich an der Journalistenschule machen können. Da ich aber bedingungsloser Autodidakt bin, habe ich lieber Lexika auswendig gelernt. Heute gibt es Google. Aber Google hat mich geschafft! Lerne mal Google auswendig! Ich bin den ganzen Tag am Suchen. Ein Link führt zum nächsten. Meine Zeit ist mit der Google-Recherche völlig ausgefüllt. Ich hab mir jetzt eine Uhr gebaut, die 26-Stunden-Tage anzeigt. Das ist ganz einfach, entweder schreibst du einfach auf ein analoges Zifferblatt 13 Stunden auf oder du lässt die Digitaluhr einfach erst bei 27 wieder auf Null springen. Aber die Synchronisierung mit der von Google an gelinkten Systemzeit ist die Hölle! Gib einfach mal „Atomuhr“ ein, du weißt schon, oben im Suchfenster! Die Systemzeit, nach der sich wohl alle unsere Mitmenschen richten, obwohl sie eigentlich total willkürlich ist, die bringt dich in den Wahnsinn. Google schiebt ständig neue Zeiten und Ergebnisse nach. Das alles zu recherchieren hat mich schon viele Nächte gekostet. OK, wir haben uns alle mit der Zeit arrangiert, niemand kann sagen, wer die Stunde NULL festgelegt hat. Übrigens spricht das Ergebnis „mit der Zeit arrangiert“ eine andere Sprache in der Suchmaschine. Sonst lassen wir uns doch auch nicht alles vorschreiben, regen uns über Genfood und Massentierhaltung auf,  gehen lieber in den Bioladen, wollen doch alles natürlich haben, doch Google übersetzt gnadenlos „natrlich alles  haben!“. In einem Satz: Wie kommen wir vom Hölzchen zum Stöckchen? Wir verlieren uns in einer endlosen Suche mit Links, die ins Nirgendwo führen.Auch ich verliere mich. „Ich will alles wissen, restlos“, sagte mein Klassenlehrer einmal, als wir wieder die Hauptsicherung der Schule außer Kraft gesetzt hatten, weil wir unsere eigenen Experimente im  Physiksaal machten. – Ich hab schon damals nichts gesagt, vielleicht sag ich jetzt auch nichts mehr. Warum auch, ich muss was in Google suchen!

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