Vierte Pressemitteilung der protestierenden Geflüchteten in Berlin:

„Wir werden am Brandenburger Tor bleiben.
In der heutigen Pressekonferenz in Berlin haben wir bekannt gegeben, dass wir unseren Protest am Brandenburger Tor mindestens bis zum 15. November 2012 fortführen werden, um sicher zu gehen, dass die Vereinbarungen der Verhandlungen vom 1. November mit der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung Maria Böhmer, und der Berliner Senatorin für Integration Dilek Kolat tatsächlich umgesetzt werden.

Über Gerüchte in einigen Medien
Die Mediengruppe des Protestes hat beobachtet, dass in der Berichterstattung einiger Medien das behauptet wird, es existierten zwei unterschiedliche Gruppen von protestierenden Asylsuchenden in Berlin, die getrennt voneinander arbeiteten. Wir weisen dieses Gerücht, das jeder Grundlage entbehrt, vollständig zurück. Die protestierenden Asylsuchenden in Berlin führen ihren Kampf gemeinsam weiter. Sie verstehen sich als zwei Hände des selben Körpers, und um die gemeinsamen Forderungen durchzusetzen verfolgen sie unterschiedliche Methoden.

An diesem Wochenende erreichte uns außerdem die Nachricht, dass es erneut in einem Flüchtlingslager gebrannt hat. Betroffen ist das Lager in Wörth an der Isar, wo in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Brand gelegt wurde und welches zuvor bereits vermehrt ein Ziel rechtsradikaler Drohungen war. Bereits am 25. August dieses Jahres, also genau 20 Jahre nach den Pogromen von Rostock-Lichtenhagen, brannte ein Asylbewerber_innenheim in Stuttgart.

Wir, die protestierenden Geflüchteten in Berlin geben Folgendes bekannt:
Seit mittlerweile sieben Monaten kämpfen wir nun schon öffentlich auf der Straße gegen die Existenz von Flüchtlingslagern, die vergleichbar sind mit Stadtmauern, die für Jahrhunderte die großen Städte umringten, um diese „vor Eindringlingen zu schützen“. Nun, 20 Jahre nach den Geschehnissen in Rostock-Lichtenhagen, existiert noch immer keinerlei Sicherheit für Menschen, die in Flüchtlingslagern leben müssen. Wir, die protestierenden Geflüchteten in Berlin, rufen unsere früheren Zimmergenoss_innen dazu auf, die Flüchtlingslager zu boykottieren, indem sie sie verlassen. Denn den Faschist_innen werden genügend Freiheiten gelassen, mit ihren Taten immer weiter zu gehen.“

www.refugeetentaction.net

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