Wohnungssuche

Schon lange klagen Wohnungssuchende über Mietpreise im sozialen Wohnungsbau, die über dem Hartz IV-Satz liegen, oder, dass der WBS längst beinahe niemandem mehr nützt. Untervermietung ist von kaum einer VermieterIn erlaubt und ohne ihre Unterschrift ist seit November 2015 überhaupt auch keine polizeiliche Anmeldung mehr möglich. Irgendwie ist der Wurm drin.

Wann und wo also ist jetzt bezahlbarer Wohnraum zu finden?

bezahlbWohnrKolumne

Kann man einschlägigen Medien Glauben schenken, werden ab 1. Mai 2016 tausende Ferienwohnung in Berlin in normale Mietwohnungen umgewandelt und stehen zum dauerhaften Wohnen zur Verfügung.

Auf der mit nun größerer Hoffnung gestärkten Suche nach einer Wohnung fällt auf, dass sehr viele Tausend unter den o.g. versprochenen Tausenden nur in Urlaubszeiten der Vermietenden als Ferienwohnung herhalten und demnach nur zu haben wären, wenn die Vermietenden vorher selbst ausziehen würden. Wieder Anderen ist die eigene Existenz bedroht, wie auch immer Existenz definiert ist.

Die 6.300 (bis 30. April) legalen Ferienwohnungen sind die Ersten, die ihr Geschäft aufzugeben haben, sie sind ordentlich angemeldet, beim Bezirksamt entsprechend registriert und leicht zu finden. Die sogenannten Illegalen müssen überhaupt erst einmal aufgestöbert werden. Ganz hervorragend hilft dabei dieses Anschwärzportal, das jetzt in u.a. o.g. Medien ganz leicht anklickbar ist, leider auch bei denen, die sich normalerweise als die eher mal politisch Korrekten hervor tun. Eine Ordnungswidrigkeit melden…, na toll!

In der Zeit des Umplanens, wie mit der ein oder anderen Wohnung verfahren werden soll, werden sehr viele Wohnungen leer stehen – ein halbes Jahr ist behördlich legal. Sicherlich gibt es tatsächlich zahlreiche echte Umwandlungen, die zeitnah stattfinden. Aber Mietpreise werden selbst bei einfacher Neuvermietung gewaltig angehoben. Wie sieht das erst aus, wenn frustrierte VermieterInnen ehemaliger Ferienwohnungen zur Tat schreiten?!

Auf http://www.visitberlin.de/de/pressemeldung/neue-hotels-in-berlin wird sichtbar, wer sich wahrscheinlich am meisten über das „Zweckentfremdungsverbotsgesetz“ in Berlin freut. Wohnungssuchende freuen sich erfahrungsgemäß erst, wenn sie eine Wohnung gefunden haben, in der sie leben können.

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