Blöd gelaufen: Hochzeit und Nazis unter einem Dach

Polizeiticker Schöneberg-Tempelhof – „Mehrere hundert Demonstranten haben am 17. Juli 2010 vor dem Rathaus Schönberg gegen eine in dem Gebäude von 15 Uhr 40 bis 18 Uhr 50 stattfindende Versammlung anlässlich des ‚4. Bundesparteitages der Bürgerbewegung pro Deutschland‘ weitestgehend störungsfrei protestiert. Vereinzelte strafbare Handlungen wurden durch schnelles und konsequentes Einschreiten der Polizei unterbunden. Insgesamt sieben Demonstranten wurden u.a. wegen Landfriedensbruchs, Gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung festgenommen. Bei weiteren acht Personen wurden die Personalien zur Einleitung von Strafverfahren wegen Beleidigung, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und Aufforderung zu Straftaten festgestellt. Einen Redner, der wiederholt über Lautsprecher zu Blockaden aufgefordert hatte, nahmen die Polizisten bis zum Ende der Veranstaltungen in Gewahrsam.
Mehrere Hundert Demonstranten hatten an fünf angemeldeten Gegenveranstaltungen teilgenommen und sich zwischen 12 Uhr und 12 Uhr 40 rund ums Rathaus und an der Zufahrt aufgestellt. Etwa 400 Demonstranten hatten zwischen 13 Uhr und 13 Uhr 30 in der Salzburger Straße die Zufahrt zum Rathaus blockiert. Aus dieser Gruppe heraus wurden Polizeibeamte und Angehörige von ‚pro Deutschland‘ massiv bedrängt und mit Tritten, Schlägen und vereinzelten Flaschenwürfen attackiert. Bei der Auflösung der Sitzblockade kam es durch drei Demonstranten zu Widerstandshandlungen. Um die Angriffe und Widerstandshandlungen zu beenden, setzten die Beamten Pfefferspray ein. Dadurch erlitt ein Demonstrant leichte Verletzungen und wurde ambulant in einem Krankenhaus behandelt. Vier Polizisten wurden leicht verletzt, konnten ihren Dienst aber fortsetzen.
Zur gleichen Zeit versammelten sich rund 150 Gegendemonstranten vor dem Portal des Standesamtes und blockierten es von außen, so dass Hochzeitsgäste das Gebäude am Haupteingang verlassen mussten. Dort wurden sie von Demonstrationsteilnehmern als ‚Nazis‘ beschimpft. Darüber hinaus kam es auch zu Verbalattacken gegen Medienvertreter, die im abgesperrten Bereich ihrer Arbeit nachgingen. Insgesamt waren zirka 500 Beamte im Einsatz.“   Zum Video (von afzanehmajid)

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